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Moderator: Dr. L. Sebastian Meyer-Stork

Geschäftsführer der TVW

Textilveredlungs- und Handelgesellschaft Windel GmbH

Bielefeld

Deutschland nimmt im Marktsegment der technischen Textilien eine Spitzenstellung in Europa und auf dem Weltmarkt eine führende Rolle ein, während der Markt für deutsche Bekleidungs und Heimtextilien rückläufig ist. Die führende Position im Bereich technischer Textilien kann und sollte mit zukunftsweisenden Textilien, die neue funktionelle Eigenschaften aufweisen, gestärkt und weiter ausgebaut werden. Die Nanotechnologie, als Schlüssel- und Querschnittstechnologie für Produktinnovationen, besitzt ein hohes Potenzial, um zu funktionellen Textilien zu gelangen, und eröffnet damit attraktive Marktpotenziale für deutsche Textilunternehmen. Dabei sind zukunftsträchtige Innovationen insbesondere in gesellschaftlich relevanten Bereichen wie Gesundheit, Umwelt, Mobilität, Kommunikation, Energie und Sicherheit zu erwarten.

Eine Umsetzung der Nanotechnologie in vermarktungsfähige textile Produkte ist bisher nur ansatzweise erfolgt, so dass das große Potenzial dieser Technologie für Textilunternehmen und ihre Kunden nutzbar gemacht werden soll. Da die deutsche Textilindustrie stärker als andere Branchen durch mittelständische Unternehmen repräsentiert wird, ist zur Umsetzung nanotechnologischer Forschungsergebnisse eine interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig sowie eine kontinuierliche Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen.

Daher soll in dem Branchendialog Textil diskutiert werden, wie das Potenzial der Nanotechnologie für deutsche Textilunternehmen verstärkt erschlossen und konsequent in vermarktungsfähige Produkte umgesetzt werden kann. Dabei sollen sowohl die Chancen und Nutzungsmöglichkeiten der Nanotechnologie für textile Produktinnovationen als auch mögliche Probleme der Branche und Forschungsbedarfe aufgezeigt werden. Darüber hinaus sollen sich anbietende Strategien zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der Textilindustrie, die strategische Ausrichtung der textilrelevanten Förderaktivitäten des BMBF sowie mögliche flankierende Maßnahmen anderer Ressorts diskutiert werden.

Für die Diskussion sind vom BMBF drei Leitfragen vorgegeben.

- Wie kann in der Textilbranche eine Kohärenz von Förderstrategie und Markstrategie erreichtwerden?

- Was sind die interessanten Märkte, die sich für die Nanotechnologie in der Textilbranche eröffnen?

- Gibt es Forschungsfelder für Anwendungen der Nanotechnologie in der Textilbranche, die besonders förderwürdig sind?

- Sind neben den technischen Textilien auch die Bekleidungs- und Heimtextilien in
Deutschland, trotz rückläufiger Tendenz, in Förderstrategien zu berücksichtigen?

- Wie kann die einzigartige deutsche Forschungslandschaft genutzt werden, um eine schnelle Umsetzung der Forschungsergebnisse zu erreichen?

- Wie lässt sich eine geschlossene Kooperation entlang der Wertschöpfungskette realisieren?·

- Welche innovationsunterstützenden Maßnahmen sind von Interesse?

Als Grundlage zur Diskussion werden zwei Impulsvorträge von Herrn Werner Zirnzak, Industrievereinigung Garne – Gewebe – Technische Textilien, und Herrn Dr.-Ing. Kai Klopp, AndreasKufferath GmbH & Co. KG, in die Thematik einführen. Ziel der Diskussion ist es, alle Ideen und Meinungen der Workshopteilnehmer zu diesen Leitfragen aufzunehmen.

Vertreter der Projektträger:

Dr. Ralf Fellenberg
VDI Technologiezentrum GmbH

Dr. Andrea Geschewski
Projektträger Jülich

Nanotechnologie-Anwendungen im Bereich Textil; Quellen: Degussa AG, Infineon, Bayer AG

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